Am 27. Januar 2026 in Görlitz und am 5. Februar 2026 in Bautzen fanden die Fachaustausche für Einrichtungsleitungen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen statt. Ziel war es, aktuelle Themen aus der Praxis aufzugreifen, den kollegialen Austausch zu stärken und den Blick auf die kommende Förderphase zu richten.
Fragen aufnehmen – Perspektiven teilen
Beim Treffen in Görlitz griffen die Leitungen im Vorfeld gesammelte Fragen auf. Sie flossen direkt in die inhaltliche Gestaltung ein und wurden zu Beginn gemeinsam priorisiert.
Im Plenum standen folgende Themen im Fokus:
• Kann mithilfe von KINDER STÄRKEN 2.0 ein Familienzentrum aufgebaut werden?
• Was braucht es für einen guten Abschluss der zweiten Förderphase?
• Welche Hinweise und Wünsche geben die Leitungen der KBS für die 3. Förderphase mit?
Ein zentrales Anliegen war zudem die Frage nach der weiteren Programmteilnahme der jeweiligen Einrichtung sowie nach den Auswirkungen eines möglichen Wegfalls der zusätzlichen Fachkraft und damit der ergänzenden lebenslagensensiblen Schwerpunkte ihrer Arbeit. Dabei wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert die zusätzliche Fachkraft in den Einrichtungen einnimmt. Mehrfach wurde auch die Begleitung durch der KBS hervorgehoben, was das Team in seiner Arbeit und in der Zusammenarbeit mit den Einrichtungen bestärkt hat.
„Einmal Kopfstand bitte!“ – Veränderungsprozessen gemeinsam betrachten
Beim Treffen in Bautzen brachte Eisregen doch glatt einiges durcheinander: Die erschwerte Anreise führte zu einer kleineren Runde. Gerade das ermöglichte jedoch besonders dichte Gespräche. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Veränderungsprozesse in den Teams infolge sinkender Kinderzahlen sowie die damit verbundenen organisatorischen und persönlichen Herausforderungen. Die KINDER STÄRKEN-Fachkraft arbeitet eng mit dem Kita-Team zusammen und ist Teil des Ganzen. Daher tangieren Veränderungen im System immer auch ihre Rolle. Eine stabile, tragfähige Teamkultur ist eine wichtige Grundlage für das Gelingen ihrer Arbeit. Auch die Frage, wie Leitungen in dieser belastenden Phase selbst gesund bleiben können, wurde aufgegriffen.
Im sogenannten Zweier-Kaffee-Talk machten die Leitung zunächst sichtbar, welchen besonderen Gewinn die KINDER STÄRKEN-Fachkraft für ihre Einrichtung darstellt und was sie ihre Arbeit wirksam macht. Anschließend arbeiteten sie mit der Kopfstandmethode sowie mit Zweierinterviews zu Veränderungsprozessen im Team. Dabei wurden Ressourcen bewusst gemacht (Schätze heben), indem die Teilnehmenden reflektierten, welche Herausforderungen sie bereits erfolgreich bewältigt haben und welche persönlichen Ressourcen, unterstützenden Personen oder hilfreichen Glaubenssätze dabei tragend waren.
Alle an einem Strang
Beide Veranstaltungen boten Raum für fachlichen Dialog und neue Perspektiven. Erfahrungen wurden geteilt, Fragen aus dem Leitungsalltag diskutiert und Lösungsansätze weitergedacht.
Die positiven Rückmeldungen zeigen, wie wichtig solche Gelegenheiten zum gemeinsamen Austausch für die Leitungsarbeit sind. Wenn Leitungen sich gegenseitig stärken, wirkt das mittelbar auch auf die Einrichtungen und damit auf die Kinder und Familien, für die KINDER STÄRKEN 2.0 steht.
Titelbild und alle Bilder im Text © SLfG



