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Wenn Bilder Brücken bauen – Kommunikation für alle Familien

Kommunikation - Vectorarte/Freepik

Was können wir tun, damit sich alle Familien unserer Kita in ihrer Vielfalt gut informiert und mitgenommen fühlen? Wie können Familien, in denen nicht vorrangig Deutsch gesprochen wird, gut am Kita-Alltag teilhaben? Diese Fragen stellten sich mein Team und ich in der Integrativen Kita Spatzennest. Als KINDER STÄRKEN-Fachkraft habe ich dabei besonders die Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit von Kindern und Familien in herausfordernden Lebenssituationen im Blick. Denn Sprache ist mehr als Kommunikation: Sie ist Werkzeug, Orientierung und Schlüssel zur Welt.

Zunächst sammelten wir die Methoden, die im Team bereits erfolgreich genutzt werden. Neben verschiedenen Übersetzungstools arbeiten wir viel mit Mimik und Gestik. Kolleginnen mit arabischen und russischen Sprachkenntnissen unterstützen ebenfalls. In Ausnahmefällen bitten wir einzelne Eltern um Hilfe, achten jedoch darauf, Rollenkonflikte zu vermeiden und eine neutrale Kommunikation zu gewährleisten. Wir versuchen mit diesen Methoden die Ressourcen im Team und der Gemeinschaft einzubinden. Jedoch stehen diese Ressourcen nicht ständig zur Verfügung. Somit hat sich die bildgestützte Kommunikation für verschiedene Situationen etabliert. Es wurde beispielsweise ein bebilderter Tages- und Essensplan entwickelt, der umfassend genutzt wird.

Auch die Kommunikationsbildkarten (KommBi) der Stadt Dresden sowie das Bildbuch Kita-Alltag sind im Einsatz. Darüber hinaus wurden Übersichten in der Willkommensmappe, die Familien zur Vertragsunterzeichnung erhalten, als Bilddokument entworfen. Damit sollen Hürden abgebaut und Teilhabe aller ermöglicht werden. Durch die bereits gesammelten guten Erfahrungen entschieden wir uns, die Nutzung von Bildern in der Zusammenarbeit mit den Eltern weiter auszubauen.
Entstanden sind individuell gestaltete Aushänge mit Klebefeldern für Bildzeichen wie Taschentücher, Feuchttücher, Geld für Ausflüge oder Zahnbürsten. Jede Gruppe entscheidet selbst, welche Bildzeichen sie benötigt, wodurch die Aushänge flexibel und passgenau nutzbar werden.

Doch was machen wir mit Informationen, die sich nicht in ein Bild packen lassen? Beispielsweise wenn es um Aushänge für Feste und Ausflüge geht? Oder um Tür- und Angelgespräche oder Unterstützung von Eltern im Kontakt mit Behörden, wenn gerade keine Unterstützung zur Verfügung steht?

Bei meiner Recherche stieß ich auf die Konzepte Leichte Sprache und Einfache Sprache. Beide sind vereinfachte Formen der Alltagssprache, die komplexe Inhalte verständlicher machen sollen und vielen Menschen Orientierung bieten.
Leichte Sprache ist die am stärksten vereinfachte Sprachform und folgt festen Regeln: sehr einfache Wörter, kurze Hauptsätze, eine Aussage pro Satz und eine klare Gliederung. Texte in Leichter Sprache sind eine Art Übersicht der wichtigsten Informationen und werden häufig durch Bilder, Fotos oder Grafiken ergänzt.
Einfache Sprache liegt näher an der Alltagssprache, erlaubt längere Sätze, Nebensätze und komplexere Wörter und ist weniger streng geregelt.

Wir nutzen beide Sprachformen je nach Situationen. Sie erfordern Sensibilität und die Haltung, verstanden werden zu wollen. Texte in Leichter Sprache sind für viele Familien schneller erfassbar – nicht nur für Familien mit Migrationsbiografie, sondern für alle.
Mit einem kurzen Input und einer Übersicht der wichtigsten Regeln der Leichten Sprache schulte ich die pädagogischen Fachkräfte und die Leitung. Seitdem üben sie sich in deren Anwendung – bei Aushängen, App-Nachrichten und Gesprächen mit Familien.

Als Kita-Team sind wir sensibler im Umgang mit Sprache geworden. Mehrsprachigkeit verstehen wir nicht als Defizit, sondern als Normalität und Ressource. Durch die vielfältigen Methoden konnten wir Zugänge erleichtern und Teilhabe stärken. Kinder und ihre Familien sollen sich in unserer Kita willkommen, gehört und verstanden fühlen.

Stefanie Pfeifer // Integrative Kita Spatzennest, Leipzig
– Winter 2025 –

 

Titelbild Vectorarte/Freepik
Bilder im Text © Stefanie Pfeifer