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Ein Garten wächst – Natürlich draußen für Spiel und Begegnung

Ein Garten wächst - Freepik

Warum KinderGARTEN nicht wörtlich nehmen und das Außengelände der Kita Am Sauergras in einen naturnahen Garten verwandeln? In einen Ort, an dem Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben, sich bewegen, begegnen und zurückziehen können.
Im bisherigen Außenbereich fehlten dafür schattige Plätze, Rückzugsräume sowie ansprechende Spielflächen. Die Kinder hatten kaum Möglichkeiten zum Verstecken, Sinnesanregungen waren begrenzt und auch gemeinsame Aktivitäten mit Familien im Freien ließen sich nur schwer umsetzen. Schnell wurde deutlich: Es braucht eine kindgerechte, schattenspendende und vielseitig nutzbare Umgebung.

Von der Idee zur gemeinsamen Planung
Die Idee stellte ich im Team und im Elternrat vor – das Interesse war groß.
Zur Klärung des weiteren Bedarfs und zur Qualitätssicherung suchte ich zusätzlich den Austausch mit Kooperationspartnern. Dazu gehörten pädagogische Fachkräfte mit Erfahrung in naturnahen Bildungsräumen sowie Einrichtungen, die an dem Projekt Sächsischer Kinder-Garten-Wettbewerb beteiligt waren. Durch diesen regelmäßigen fachlichen Austausch konnten wir Praxiswissen und Handlungsempfehlungen in die Planung einfließen lassen. Im weiteren Prozess begleitete ich die Schritte kontinuierlich. Ohne diese fachliche Einschätzung und Initiative, die mir im Rahmen meiner Tätigkeit als KINDER STÄRKEN-Fachkraft möglich war, wäre das Projekt in dieser Form nicht entstanden.

Gemeinsam anpacken
Mit Kindern, Familien und dem Kita-Team gestalteten wir den Außenbereich gemeinsam neu. Hecken wurden gepflanzt und schaffen heute erste naturnahe Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten. Des Weiteren wurden Robinienstämme mit Draht versehen und im Gelände verankert, um künftig Kletterpflanzen daran emporwachsen zu lassen. Diese Elemente werden langfristig natürlichen Schatten spenden und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz von Kindern und pädagogischen Fachkräften bei starker Sonneneinstrahlung.

Ein Naschgarten entsteht
Parallel dazu legten wir mit den Kindern einen Naschgarten an. Dieser umfasst verschiedene Obststräucher wie Johannisbeeren und Himbeeren sowie Kräuter. Familien übernahmen Pflanzpatenschaften und unterstützten bei der Umsetzung.
Über das Projekt Sachsen pflanzt gemeinsam – Aktion 1000 Obstbäume konnten zusätzlich Obstbäume und weitere Sträucher bezogen werden. Diese pflanzte ich mit einer Gruppe von Kindern, die im Rahmen von KINDER STÄRKEN 2.0 begleitet werden, und ihren Familien ein.
Die Kinder beobachten seitdem neugierig, wie sich die Pflanzen im Jahresverlauf verändern, pflegen sie und probieren erste Früchte direkt vor Ort. Bei der Gartenpflege lernen sie, respektvoll mit der Natur umzugehen. Damit fördert der Naschgarten die Ernährungskompetenz und Naturverbundenheit der Kinder und stärkt ihre Selbstwirksamkeit – wichtige Bausteine von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kita-Alltag.

Der Familiengarten als Begegnungsort
Ergänzend dazu entstand ein eigener Familiengarten. Dieser wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projektes von Kindern, ihren Familien und dem pädagogischen Team angelegt. Über den Elternrat wurden die Familien frühzeitig über Ziele, Ablauf und Beteiligungsmöglichkeiten informiert, Fragen geklärt und gemeinsame Aktionen abgestimmt. So konnten Eltern und Kinder aktiv an der Planung, der Pflanzung und der Gestaltung der Beete mitwirken.
Der Familiengarten dient als offener Ort für gemeinschaftliche Aktionen zwischen Kindern, Eltern und Kita-Team. Er wurde bewusst auch als niedrigschwelliger Begegnungsraum geschaffen, um im Freien leichter mit Familien ins Gespräch zu kommen, Beziehungen zu vertiefen und Bedarfe frühzeitig wahrzunehmen und gemeinsam zu bearbeiten.
Erste Ernten, etwa Kohlrabi, Radieschen und Pflücksalat, wurden mit den Kindern zu einfachen gesunden Speisen verarbeitet oder direkt probiert.
Immer wieder entstanden kleine Naschmomente, in denen die Kinder zwischendurch im Garten Gemüse und Obst kosteten und erlebten, wie lecker selbst geerntete Produkte schmecken. Viele Kinder erleben hier erstmals, dass Obst und Gemüse Pflanzen sind, die wachsen und Pflege sowie Ernte brauchen.


Wie es weitergeht
Weitere Ideen sind in Planung und Vorbereitung: Eine Bau-Ecke für kreatives, freies Konstruieren mit Naturmaterialien, der Aufbau von Tipis als Rückzugs- und Erlebnisorte sowie eine Lagerfeuerstelle als naturnaher Lernort für gemeinsames Kochen, Rituale und Gespräche. Auch diese Vorhaben sollen gemeinsam mit Kindern und Familien entstehen.
Die Beteiligung von Eltern bleibt dabei eine Herausforderung. Zeitmangel, unterschiedliche Lebenssituationen und Verpflichtungen erschweren eine kontinuierliche Mitarbeit bei der praktischen Arbeit im Familiengarten. Manchmal ist es schwierig, gemeinsame Zeitfenster zu finden, in denen Eltern, Kinder und pädagogische Fachkräfte gleichzeitig verfügbar sind.
Dennoch laden wir Familien immer wieder ein, sich einzubringen, wohlwissend, dass das Interesse an gärtnerischer Mitarbeit nicht bei allen Familien gleichermaßen ausgeprägt ist. Letztlich geht es bei der Nutzung des Gartens aber vor allem darum, dass Familien dort eine Pause vom Alltag erleben und dort Kontakt zu ihnen aufgebaut werden kann.

Entwicklungsraum Natur
Der naturnahe Garten zeigt, wie durch kreative und partizipative Maßnahmen neue Räume für Spiel, Lernen und Begegnung entstehen. Die Kinder schaffen sich dort ihren eigenen Spielplatz jeden Tag aufs Neue und leben dabei ihren Forscher- und Entdeckerdrang sowie ihr Bewegungsbedürfnis aus. Sie nutzen das neue Außengelände mit großer Begeisterung und berichten, dass selbst geerntetes Obst und Gemüse „viel besser schmeckt als aus dem Laden“.

So wächst Schritt für Schritt ein Ort, der Kinder stärkt, Familien einbindet und den Kita-Alltag bereichert – ganz im Sinne von KINDER STÄRKEN 2.0.

Alexander Ullmann // Kita Am Sauergras, Waldheim
– Frühjahr 2026 –

 

Titelbild Freepik
Bilder im Text © Alexander Ullmann